Die Energiestrategie steht auf zwei Pfeilern:

Energieeffizienz und Versorgung mit zuverlässiger, erneuerbarer und bezahlbarer Energie. 

1. JA zur Energieeffizienz – gut fürs Klima und fürs Portemonnaie

Mit der Energiestrategie verbrauchen Geräte, Maschinen, Fahrzeuge und Gebäude künftig weniger Energie. Effizienz ist im Interesse der Wirtschaft und unseres rohstoffarmen Landes. Die Energiestrategie setzt Effizienz-Ziele, schafft Anreize. Die Ausführung überlässt man der Wirtschaft. Effizienz und Eigenverantwortung: das ist typisch Schweiz.

Gebäude energetisch sanieren

Investitionen in Gebäude, die dem Energiesparen dienen, sowie Rückbaukosten für Ersatzneubauten werden steuerlich gefördert. Sie können neu über insgesamt drei Steuerperioden abgezogen werden. Davon profitieren die Immobilienbesitzer, die Umwelt und das lokale Gewerbe.

Effizientere Autos

Die Autoimporteure müssen die CO2-Emissionen von neuen Personenwagen bis Ende 2020 auf durchschnittlich 95 g CO2/km reduzieren. Neu wird auch für Lieferwagen und leichte Sattelschlepper ein solcher Durchschnittswert definiert. Wie dieser Durchschnitt erreicht wird, ist den Importeuren freigestellt.

Energieeffizienz ist gut fürs Klima

Wenn unsere Geräte, Maschinen, Fahrzeuge und Gebäude weniger Energie verbrauchen, sparen wir nicht nur Geld. Wir brauchen auch weniger fossile Energieträger wie Öl, Gas und Kohle. So verringern wir unseren CO2-Ausstoss, ohne auf Komfort zu verzichten. Effizienz ist Klimaschutz!

2. Erneuerbare Energieversorgung stärken

Investitionen in Erneuerbare Energiequellen sind Investitionen in die Zukunft. Die Energiestrategie übernimmt dafür Verantwortung.

Marktnahe Förderung

Die Energiestrategie stärkt mit einer zeitlich limitierten, marktnahen und umweltverträglichen Förderung erneuerbare Energieanlagen. Die Stromproduzenten müssen ihren Strom selber vermarkten und erhalten eine Prämie, die sich an den Gestehungskosten abzüglich des Marktpreises orientiert.

Verkraftbarer Netzzuschlag

Die Prämie für Erneuerbare, einheimische Energieanlagen wird aus dem Netzzuschlag gespeist, der um max. 0.8 Rp./kWh erhöht werden kann. Endlich kann ein Teil der momentan rund 40'000 Projekte (erwartete Produktion von über 6 TWh Strom pro Jahr!) auf der Warteliste für die kostendeckende Einspeisevergütung (KEV) realisiert werden. Dies ist mehr als die Jahresproduktion der beiden AKW Beznau I und Beznau II.

Keine neuen Atomkraftwerke

Weil unsere Atomkraftwerke  irgendwann vom Netz gehen, investieren wir mit der Energiestrategie bereits jetzt in den Ausbau der einheimischen, erneuerbaren Energieproduktion. Die bestehenden Werke laufen weiter, solange sie sicher sind. Bewilligungen für neue AKW gibt es nicht mehr. Die Schweiz hat es nicht nötig, Unsummen für neue, unrentable und unsichere AKW auszugeben. Lieber die vorhandenen erneuerbaren Energien nutzen, wie wir es mit der Wasserkraft seit jeher tun.